Die alte Dame von Übewil wurde entlastet
Auf dem Bild (Aufnahme im Sommer 2010) kommen die imposanten Dimensionen dieser Stieleiche etwas zur Geltung.
Baumrekord in unserer Nähe

- Schade dass dieser Baum seiner Krone beraubt wurde

- Jetzt hat sich eine Sekundärkrone gebildet auf einem mächtigen Stamm
Diese imposante ehemals gekappte Linde steht in der Nähe von Sangernboden (BE) und ist ca. 275 jährig (um 1735) gemäss Angaben von Michel Brunner im Buch "Baumriesen der Schweiz". Sie hat einen Stammumfang von 6.90m und einen BHD (Brusthöhendurchmesser) von 2.20m.
Wahrlich ein imposanter, mächtiger Stamm und eine kümmerliche Krone im Verhältnis zu diesen Stamm - Dimensionen. Kaum mehr vorstellbar wie dieser Baum einst ausgesehen hat vor dem Kronenverlust.
Baumrekorde aus aller Welt
Die höchsten Bäume der Erde
sind die Küstenmammutbäume (Sequoia sempervirens, auch Redwoods genannt) mit Höhen bis zu 115m. Sie sind im Bundesstaat Oregon USA zu sehen. Zum Vergleich haben wir bei uns in der Nähe den Sendeturm auf dem Gibloux über dem Greyerzersee; dieser ist 118m hoch! Dies ist doch einfach eine gigantische Höhe für einen Baum.

- Die höchsten Bäume der Erde sind die Redwoods (Küstenmammutbäume, Sequoia sempervirens), als Vergleich der Sendeturm Gibloux.
Die mächtigsten Lebewesen der Erde
sind die Bergmammutbäume (Sequoiadendron giganteum). Der Baum „General Sherman“ (Kalifornien USA) gilt mit 83m Höhe als mächtigstes Lebewesen der Erde. Sein Alter wird auf bis zu 2700 Jahre geschätzt. Der Baum ist also höher also als die Kathedrale von Freiburg oder ebenfalls 7m höher als die Gotteron-Brücke über dem Galterntal in Freiburg. Er misst einen Umfang gemessen über dem Boden von 31m und hat ein Volumen von ca. 1500m3, sowie ein Gewicht von 1385 Tonnen. Als Vergleich; ein 5-stöckiger Wohnblock mit einer Grundfläche von 10 x 10m hat ungefähr diese Masse als Inhalt.

- Dies ist also der "General Shermann" (Bergmammutbaum, Sequoiadendron giganteum)
Der dickste Baum der Erde
ist der sogenannte „El arbol del Tule“ eine Mexikanische Sumpfzypresse (Taxodium mucronatum). Sie hat einen Umfang von rund 46m. Das würde bedeuten, dass sich rund 30 Personen rundherum die Hand reichen könnten. Das geschätzte Gewicht beträgt ca. 636 Tonnen. In seinem Schatten haben 500 Menschen Platz. Der Baum steht in der Stadt Santa Maria del Tule im Bundesstaat Oaxaca in Mexiko.

- Ein wunderschöner und gigantischer Baum der "Arbol del Tule" (Oaxaca, Mexiko)
Markante Linde, gepflegt und mit Kronensicherung versehen

- Mittels der Seilklettertechnik konnten wir rund um den Baum die Krone begrenzen.
Diese imposante, tolle Linde wurde von uns mit einem Begrenzungs- und Entlastungsschnitt gepflegt und aufgrund der ausbruchgefährdeten V-Gabeln mit eingewachsener Rinde haben wir Kronenauffangssicherungen angebracht.
Weiterbildung in VTA (Visuell Tree Assessment)

- Zugdreieck als Universalform (Zeichnung Prof.Dr.C.Mattheck)
Messen und Beurteilen am Baum
Friarbor besuchte am 4. und 5. Mai 2010 das 16. VTA-Spezialseminar in Karlsruhe (DE). Folgende Schwerpunkte wurden am Seminar behandelt:
- Zugdreiecke und Kraftkegel am Baum
- Windschurformen
- Regenlasten
- Versagensverwandtschaften am Baum
- Zugholz und Drehwuchs
- Neue IML-Geräte
- Altersbestimmung an Pilzfruchtkörpern
- Rechtsprechung zur Verkehrssicherungspflicht bei Bäumen
Siehe auch unter: www.vtaseminare.de
Stand- und Bruchsicherheitsprüfungen

- Abklären der Restwandstärke mit dem Resistographen (Bohrwiderstandsmessgerät)
Friarbor gibt Ihnen mit geschultem Auge und modernen Diagnose-Methoden eine Antwort auf Fragen betreffend der Stand- und Bruchsicherheit Ihrer Bäume. Stand- und Bruchsicherheitsprüfungen setzen ein grosses Verständnis der Baummechanik, der Baumstatik und der Baumbiologie voraus.
Mit der VTA- Methode (Visuell Tree Assessment) erkennen wir die Defekt- und Schadsymptome an Ihren Bäumen und können Ihnen eine Antwort über die Sicherheit Ihres Baumes geben.
Blitzableiter an Douglasie

- Blitzableiter auf 30m hoher Douglasie

- Montage mit Schrauben in Borke des Baumes

- Festschrauben des Kupferdrahtes
Es mag in der Tat ungewöhnlich erscheinen an einem Baum einen Blitzableiter zu montieren. Aber im konkret vorliegenden Fall haben wir es mit zwei wirklich imposanten Douglasien zu tun welche bereits bittere Erfahrungen mit Blitzeinschlägen machen mussten.
Der Blitzschaden an einem Baum kann ein sehr grosses Ausmass annehmen, so gibt es die für uns einfach sichtbaren oberirdischen Schäden (Kambium verbrannt, Rindennekrosen, Holzkörper freigestellt, dürre Äste) und dann aber die oft viel bedeutenderen Wurzelverletzungen welche der Mensch nicht auf den ersten Blick erkennen kann. Für den Baum ist der Verlust von Wurzeln aber von grosser Bedeutung (Versorgungsproblem) und dies äussert sich oft einige Jahre nach dem Blitzeinschlag durch Ausbildung von toten Kronenteilen.
So geschehen bei vorliegendem Fall: Zwei mächtige Douglasien sind bei unterschiedlichen Gewittern jeweils von einem Blitz getroffen worden. Die Besitzer haben uns angefragt weil sich in der Krone der Bäume viel Totholz gebildet hat. Wir empfahlen dieses Totholz mittels einer Kronenpflege zu entfernen. Angesichts der Nähe zum Haus und der grossen Bedeutung der alten Bäume für die Bewohner des Hauses, haben wir empfohlen an beiden Douglasien einen Blitzableiter zu montieren.
Denn ob die Bäume einen weiteren ungeschützten Einschlag des Blitzes überlebt hätten ist mehr als fraglich. Aufgrund der Vorschädigung durch die Blitzeinschläge wird voraussichtlich noch mehr Totholz gebildet. Wir haben als zusätzliche Massnahme eine Aufwertung des Wurzelraumes und auch eine Bewässerung (mittels eigenem Quellwasser) während einer etwaigen Trockenperiode empfohlen.
Begrenzungsschnitt an Pinus nigra (Schwarzföhre)

- Föhre vor dem Eingriff (Dach ist vermoost und Dachkänel immer voller Nadeln)

- Baum nach dem Begrenzungsschnitt und der Kronenpflege
Schutz vor Sonnenbrand am Beispiel Baum
Nein in der Tat, es ist kein Witz; auch Bäume können einen Sonnenbrand kriegen. Insbesondere dünnrindige Bäume haben in der Jugend oder nach plötzlichem Freistand ein Problem mit der starken Sonneneinstrahlung.
So haben wir kürzlich einer Blutbuche (Fagus sylvatica 'Atropunicea') einen Spezialanstrich verpasst.
Die Situation war folgende:
Auf der Südseite des Baumes stand ein doppelstämmiger Calocedrus decurrens, welcher im vergangenen Winter auseinanderbrach und die Buche nicht nur beschädigte sondern auch plötzlich freistellte.
Um einen Schaden durch die nun erbarmungslos hinunterbrennende Sonne vorzubeugen haben wir den ungeschützten oberen Kronenteil mit 'Arboflex-Stammschutzfarbe' eingestrichen. Diese Schutzfarbe verhindert ein Nekrotisieren des Kambiums, welches für den wertvollen Baum verheerende Folgen hätte (Fäuleeintritt über die Sonnennekrosen).
In drei bis vier Jahren sieht man von der Farbe nichts mehr und bis dann hat der Baum mit Sekundärtrieben reagieren können und kann sich selbst wieder beschatten.



